Ich nähte ein Kleid für den Abschluss meiner Tochter im Kindergarten mit den Seidenschals meiner verstorbenen Frau – und ein spöttischer Kommentar im Schulraum veränderte alles.
Vor zwei Jahren habe ich meine Frau verloren.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Leben in zwei Teile geteilt ist: vor und nach diesem Tag.
Ihr Name war Jenna. Er war der Typ Mensch, der selbst die gewöhnlichsten Tage besonders machen konnte. Er summte in der Küche beim Kochen des Abendessens, lachte über die einfachsten Witze und konnte jeden Spaziergang in ein kleines Abenteuer verwandeln.
Wir hatten Flugzeuge. Einfache Familienflugzeuge.
Wir stritten darüber, welche Farbe wir die Küchenschränke streichen sollten. Sie wollte Blau und ich bestand auf Weiß. Damals schien es das wichtigste Problem der Welt zu sein.
Und dann änderte sich alles.
Die Krankheit kam plötzlich und gab uns keine Zeit zur Vorbereitung.
Einige Monate später saß er nachts an seinem Krankenhausbett, lauschte dem monotonen Klang medizinischer Geräte und hielt seine Hand, während er auf ein Wunder wartete.
Doch das Wunder geschah nicht.
Nach seinem Tod schien das Haus zu ruhig.
Alles erinnerte mich an sie: die Tasse, aus der sie gerne Tee trank, ihr Schal, der am Regal hing, ihre Lieblingsmusik, die zufällig auf der Playlist stand.
Manchmal ertappte ich mich dabei, wie ich wartete, um seine Schritte im Flur zu hören.
Aber was ich am meisten fürchtete, war eines: zusammenzubrechen.
Weil er Melissa hatte.
Als Jenna starb, war unsere Tochter erst vier Jahre alt.