Drastische Maßnahmen sorgen für große Unruhe – die konkreten Details lösen jetzt heftige Reaktionen aus.
Duisburg drückt den roten Knopf

Mit 556 Leistungsentzügen führt Duisburg die Liste an – mehr als alle anderen Ruhrgebietsstädte zusammen. Oberbürgermeister Sören Link (SPD) spricht von einem „notwendigen Befreiungsschlag“ für klamme Stadtkassen und überlastete Quartiere wie Marxloh.
Begleitet wird das Vorgehen von Razzien in Problemhäusern, Müllbeseitigungsaktionen und enger Zusammenarbeit von Ausländerbehörde, Polizei und Zoll, um Schwarzarbeit aufzudecken.
Während Duisburg vorprescht, zeigt sich eine Nachbarstadt deutlich zögerlicher …
Hagen auf der Bremse

Nur drei Entzüge meldete Hagen – trotz rund 7.000 Rumänen und Bulgaren vor Ort. CDU-Oberbürgermeister Dennis Rehbein betont die Notwendigkeit von „Zuwanderung in Arbeit“, fürchtet aber soziale Spannungen durch Pauschalmaßnahmen.
Kritiker werfen Hagen jedoch vor, den Ermessensspielraum nicht auszuschöpfen und so ein Pull-Signal für Armutsmigration zu senden. Die Stadt verweist auf Beratungsprojekte, um legale Beschäftigung zu fördern.
Doch wer entscheidet eigentlich darüber, wann ein EU-Bürger seinen Status verliert?