„Okay, mein Schatz. Versprochen“, flüsterte ich. „Ich finde schon, was du mir zeigen wolltest.“
Die Krankenschwester überprüfte seine Vitalwerte und lächelte freundlich. „Gehen Sie nach Hause und ruhen Sie sich aus. Wir melden uns, falls sich etwas ändert. Im Moment ist er stabil.“
Ich drückte Andrews Hand. „Ich bin morgen früh wieder da“, murmelte ich. „Ich hab dich lieb, Kumpel.“
Draußen war der Parkplatz regennass, die Straßenlaternen spiegelten sich im Asphalt. Ich saß im Auto, den Zettel noch immer in der Hand.
Als ich das Haus betrat, war es kalt und still. Ich blieb vor Andrews Zimmer stehen und atmete den schwachen Duft seines Deos und Shampoos ein.
Seine Schranktür war einen Spalt offen – als hätte jemand etwas nachgesehen und sie so gelassen.
Drinnen sah alles normal aus.
Ich strich mit der Hand über seine Kleidung. Mein Handy vibrierte mit einer weiteren Nachricht von Brendon. Ich ignorierte sie und suchte weiter.
Meine Gedanken kreisten um den Zeitpunkt – Andrew und Brendon waren kurz nach vier Uhr weggefahren. Wenn es Antworten gab, mussten sie hier sein. Ich versuchte mir Andrews letzte Stunde zu Hause vorzustellen.
Hatte er mir etwas hinterlassen? Hatte er sich schon vorher unwohl gefühlt oder war während des Spaziergangs etwas passiert?
Im obersten Regal, hinter einem Stapel alter Comics, fand ich einen blauen Schuhkarton. Ich nahm ihn herunter und setzte mich auf Andrews Bett.