Viele Menschen mit Diabetes bemerken stillschweigend Veränderungen, über die sie nur schwer sprechen können. Vielleicht sind es ständig kalte oder kribbelnde Füße, die selbst einen einfachen Spaziergang erschweren, oder intime Momente mit dem Partner, die nicht mehr so ungezwungen und natürlich verlaufen wie früher. Diese Veränderungen lassen sich oft auf denselben schleichenden Prozess zurückführen: Mit der Zeit kann Diabetes die Wände der Blutgefäße und die Nervenfunktion beeinträchtigen und so die Durchblutung der Beine und des Genitalbereichs verringern. Dies ist viel häufiger, als die meisten Menschen annehmen, und kann nach und nach das tägliche Wohlbefinden, das Selbstvertrauen und die Intimität in Beziehungen beeinträchtigen.
Die Frustration wächst, wenn die alltäglichen Aktivitäten eingeschränkt zu sein scheinen, und man fragt sich, ob dies einfach unvermeidlich ist oder ob es noch Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. Eine sorgfältige ärztliche Überwachung des Blutzuckerspiegels und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind zwar unerlässlich, doch die Wissenschaft erforscht kontinuierlich spezifische Nährstoffe, die die Gefäß- und Nervengesundheit bei niedrigem Blutzuckerspiegel wirksam unterstützen können.
Und wenn Sie diesen Artikel gelesen haben, wissen Sie genau, welche drei Vitamine laut Studien besonders wichtig sind, warum sie sowohl für die Durchblutung als auch für das sexuelle Wohlbefinden entscheidend sind und welche einfachen Maßnahmen Sie ab heute mit Ihrem Arzt ergreifen können.
Wie Diabetes die Durchblutung und das sexuelle Wohlbefinden beeinflusst:
Anhaltend hohe Blutzuckerwerte über Monate und Jahre können die dünne Innenschicht der Blutgefäße, das sogenannte Endothel, schädigen. Normalerweise trägt diese Schicht dazu bei, dass sich die Blutgefäße entspannen und erweitern, sodass das Blut ungehindert fließen kann. Verliert das Endothel an Empfindlichkeit, verlangsamt sich der Blutfluss, insbesondere in den kleineren Gefäßen, die Beine, Füße und das Genitalgewebe versorgen. Gleichzeitig kann Diabetes durch oxidativen Stress und Entzündungen Nerven schädigen, was zu verminderter oder veränderter Empfindung in den Extremitäten und für die Sexualfunktion wichtigen Bereichen führen kann.
Die Folge sind bei vielen Menschen kalte oder taube Füße, langsamere Wundheilung, Beinschmerzen bei Belastung und Veränderungen der sexuellen Reaktionsfähigkeit oder Empfindlichkeit. Diese Probleme hängen nicht voneinander ab. Sie alle haben dieselbe Ursache: den Zustand des Gefäß- und Nervensystems.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass ein Mangel an bestimmten Nährstoffen diese Veränderungen verschlimmern kann. Häufig verwendete Diabetesmedikamente wie Metformin können zusammen mit typischen Ernährungsgewohnheiten und mangelndem Sonnenlicht den Spiegel wichtiger Vitamine senken, die Blutgefäße und Nerven schützen. Glücklicherweise kann die Erkennung und Behebung dieser Mängel, sofern vorhanden, die körpereigenen Abwehrkräfte stärken und so zu einem besseren allgemeinen Wohlbefinden beitragen.