Nicht umsonst wird eine extreme Warnung ausgesprochen Alle wichtigen Infos
Zugleich steigt die Frostgrenze in ungewohnte Höhen – selbst Hamburg und Bremen sollen bis Freitagmorgen zweistellige Minusgrade spüren. Bereits kurz nach Bekanntgabe meldeten erste Leitstellen mehr als 200 Witterungs-Unfälle.
Verkehrschaos auf Straßen und Schienen
Autobahnen A1 und A2 wurden in der Morgendämmerung mehrfach gesperrt, weil Lkw an vereisten Steigungen hängen-blieben. Auf der A 44 bei Dortmund kam es zu einer Massenkarambolage mit über 30 Fahrzeugen, Rettungskräfte sprechen von „Eis wie Schmierseife“.
Auch die Deutsche Bahn zieht die Notbremse: Fernzüge zwischen Köln, Hannover und Berlin fallen bis Samstag aus, Regionalbahnen fahren nur noch in „Inselbetrieb“. Reisende sollen Übernachtungen einplanen – Hotels in vielen Städten waren gegen Mittag bereits ausgebucht.
Unterrichtsausfall und Homeoffice-Notlösung
In Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Teilen Schleswig-Holsteins riefen Landkreise den „Schnee-Notfallplan“ aus: Präsenzunterricht entfällt, Distanzunterricht wird improvisiert. Allein in Hannover bleiben 173 Schulen zu, auch Kindertagesstätten bieten nur Notgruppen an.
Unternehmen verlagern Aktivitäten ins Homeoffice – wer kann, lässt die Firmenwagen stehen. Kurierdienste warnen vor Verzögerungen, Supermärkte ordern Extra-Lieferungen, um leere Regale zu verhindern.
Experten schlagen Alarm – Prognosen eskalieren
Wetteranalysten verweisen auf eine sogenannte „Omega-Block“-Konstellation: Die Warmluft aus Südwest staut sich, während arktische Kaltluft von Osten hereinstromt. Treffen beide Luftmassen frontal aufeinander, droht großflächiger Eisregen – eine gefährliche Kombination, die ganze Stromleitungen vereisen kann.
Dr. Anna Brandt vom Climate Hazard-Centre spricht von „einer der markantesten Winterlagen seit 2010“ und rät, Batterien, Kerzen und Trinkwasser vorzuhalten. Erste Netzbetreiber aktivieren Krisenstäbe, um mögliche Stromausfälle in Mittelgebirgen vorzubereiten.
Der Kern der Unruhe – Lebensgefahr durch „doppeltes Risiko