2. Verminderte körperliche Aktivität. Die Falle „Wer rastet, der rostet“.
Es ist ein Teufelskreis. Weniger Bewegung führt zu schwächeren Muskeln. Schwächere Muskeln mindern das Selbstvertrauen. Weniger Selbstvertrauen führt zu noch weniger Bewegung. Mit der Zeit schwächt dieses Muster die Beine unmerklich, sodass sich alltägliche Aufgaben schwerer anfühlen als nötig.
Viele Senioren gehen weniger spazieren, gärtnern weniger, kaufen seltener ein oder erledigen selbst einfache Hausarbeiten seltener. Die Gründe dafür sind verständlich. Angst vor Stürzen, Kurzatmigkeit, Müdigkeit oder Gelenkschmerzen spielen eine Rolle. Leider reagiert der Körper sehr schnell auf Inaktivität. Studien zeigen, dass Erwachsene über 30 pro Jahrzehnt zwischen 3 und 8 Prozent ihrer Muskelmasse verlieren können und dass sich dieser Verlust durch Inaktivität beschleunigt.
Das Problem geht weit über die Kraft hinaus. Inaktivität verlangsamt die Durchblutung, versteift die Gelenke, verschlechtert das Gleichgewicht und erhöht die Insulinresistenz, was das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. Wenn die Beine sich nicht mehr bewegen, leidet der gesamte Körper.