Als Neurologe bin ich schockiert, dass dieses häufig verwendete Vitamin das Schlaganfallrisiko bei Senioren erhöhen kann – etwas, das jeder ältere Erwachsene wissen sollte.
Warum Vitamin K für Senioren wichtig ist – und warum es ein Problem darstellen könnte
Vitamin K spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, beispielsweise nach einer Wunde oder Verletzung. Es wird oft als „Gerinnungsvitamin“ bezeichnet, da es die Leber bei der Bildung von Proteinen unterstützt, die die Blutgerinnung regulieren. Für die meisten gesunden Erwachsenen trägt eine ausreichende Vitamin-K-Zufuhr über die Ernährung zur Knochengesundheit bei und kann sogar dazu beitragen, die Arterien sauber zu halten, indem es Kalzium dorthin transportiert, wo es hingehört.
Studien zeigen jedoch, dass hohe Dosen von Vitamin-K-Präparaten Wechselwirkungen mit gängigen Blutverdünnern wie Warfarin (Coumadin) hervorrufen können. Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Vitamin K und verhindern so die Bildung gefährlicher Blutgerinnsel. Eine plötzliche Erhöhung der Vitamin-K-Dosis durch die Einnahme einer Tablette kann die Wirksamkeit des Medikaments verringern und die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. Studien, darunter auch solche der American Heart Association, belegen, dass eine unregelmäßige oder übermäßige Vitamin-K-Zufuhr diesen Zusammenhang stören kann. Dies gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich Gefäßereignissen bei älteren Erwachsenen mit bestehenden Herzrhythmusstörungen.