In Bezug auf die Verdauung verleihen die enthaltenen Tannine ihr adstringierende Eigenschaften. Traditionell wird sie zur Linderung von Magenschmerzen, leichten Darmproblemen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Ein Blätteraufguss genügt in der Regel für diese volksmedizinischen Anwendungen.
Euphorbia hirta (Sandmatten-Euphorbia) – FSUS
Die Pflanze findet auch in der äußerlichen Anwendung Verwendung. Frische Blätter werden zu einem Breiumschlag zerdrückt und auf kleinere Wunden, Insektenstiche oder Hautreizungen aufgelegt. Eine sanfte und althergebrachte Anwendung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Fieber, Frauengesundheit und Harnfunktion
In vielen südostasiatischen und afrikanischen Traditionen wird *Euphorbia hirta* auch in fiebersenkenden Zubereitungen verwendet. Heiße Aufgüsse fördern das Schwitzen und erhalten den Flüssigkeitshaushalt aufrecht, wodurch das allgemeine Wohlbefinden während einer Krankheit unterstützt wird.
Sie wird auch in einigen traditionellen Medizinsystemen zur Unterstützung der Frauengesundheit eingesetzt, insbesondere bei Menstruationsbeschwerden oder zur Regulierung des Zyklus. Traditionelle Therapeuten verwenden sie mit Vorsicht und in kleinen Dosen.
Euphorbia hirta
Was Sie vor der Anwendung wissen sollten
Wie jede Heilpflanze verdient auch Euphorbia hirta Respekt. Bei übermäßigem Verzehr kann sie Übelkeit oder Hautreizungen verursachen. Ihr milchiger Saft kann zudem empfindliche Haut reizen. Schwangere, Personen in ärztlicher Behandlung oder mit chronischen Erkrankungen sollten vor der Anwendung unbedingt einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
Die Natur schenkt uns manchmal ihre schönsten Schätze dort, wo wir sie am wenigsten erwarten.