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22:29 Uhr
Mädchen: Ich erzähle es dir, weil ich es sonst niemandem erzählen kann. Falls mir etwas zustößt, denk daran: Er war es.
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Diese Sätze brannten sich mir ins Gedächtnis. Jede einzelne Nachricht hatte sich unauslöschlich eingebrannt. Ich las sie immer und immer wieder, und die Bilder überfluteten mich: ihr verängstigter Blick, ihr Rückzug in den letzten Monaten.
Da begriff ich, was ich nicht wahrhaben wollte: Meine Tochter war nicht freiwillig gegangen. Sie war Opfer des Menschen geworden, den ich für den Nächsten gehalten hatte.