Wassereinlagerungen verstehen
Geschwollene Beine oder Füße können auf Wassereinlagerungen (Ödeme) hinweisen. Sie können viele verschiedene Ursachen haben, unter anderem Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Leber. Deshalb sollte eine neu auftretende oder zunehmende Schwellung ärztlich abgeklärt werden.
Manchmal können auch langes Sitzen oder Stehen, bestimmte Medikamente oder eine sehr salzreiche Ernährung dazu beitragen.
Die Natrium-Kalium-Pumpe
In unseren Zellen arbeiten winzige Transportmechanismen, die dabei helfen, das Gleichgewicht von Natrium und Kalium aufrechtzuerhalten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Natrium-Kalium-Pumpe.
Wenn der Flüssigkeits- und Salzhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät, kann sich Flüssigkeit stärker im Gewebe ansammeln. Das kann sich beispielsweise durch geschwollene Knöchel oder Beine bemerkbar machen.
Blutzucker und Glykation
Auch ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann den Körper belasten. Glukose kann sich an Proteine im Körper binden. Dieser Vorgang wird als Glykation bezeichnet.
Der sogenannte HbA1c-Wert gibt Aufschluss darüber, wie hoch der durchschnittliche Blutzucker über einen längeren Zeitraum war. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann Blutgefäße und andere Organe schädigen und dadurch langfristig verschiedene gesundheitliche Probleme begünstigen.
Die Rolle von Salz und Flüssigkeit
Natrium spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Flüssigkeitshaushalts. Eine sehr salzreiche Ernährung kann bei manchen Menschen dazu führen, dass der Körper mehr Wasser zurückhält.
Deshalb kann es sinnvoll sein, stark verarbeitete und sehr salzhaltige Lebensmittel nur in Maßen zu essen. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung unterstützen den allgemeinen Flüssigkeitshaushalt.
Wichtig bei geschwollenen Beinen
Nicht jede Schwellung ist harmlos. Wenn ein Bein plötzlich stark anschwillt, schmerzt, gerötet oder warm ist oder zusätzlich Atemnot beziehungsweise Brustschmerzen auftreten, sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden.
Auch bei wiederkehrenden oder zunehmenden Wassereinlagerungen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden, anstatt eigenständig Entwässerungsmittel einzunehmen.
Hinweis: Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Untersuchung oder Beratung.